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Kerstin & Flo in VilniusVilnius is sooooo cool
June 26 Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut (Kerstin)Ein allerletztes Mal ein kurzer Eintrag. Jetzt ist es soweit...die Stunde der Wahrheit...oder besser gesagt der Rückkehr. Sind heute nachmittag von unserer kleinen Litauen/Lettland-Tour zurückgekehrt...war echt suuuuuuuuper. Tja, und dann heissts auch schon Abschied nehmen :( Morgen früh bzw morgen nachmittag gehts auf Richtung Heimat...ein komisches Gefühl macht sich breit...is ja echt extrem schnell vergangen. Also, ihr Lieben...die meisten sehe ich also demnächst zu Hause wieder... Schön, dass ihr so fleissig gelesen habt...ich hoff es hat euch Spaß gemacht uns auf diesem Weg bei unserem Auslandssemester zu begleiten. Iki pasimatimo und letzte schöne Grüße aus Vilnius Kerstin und Flo June 10 Wie schnell die Zeit vergeht (Kerstin)Hallo! Wie der Titel schon sagt, die Zeit vergeht echt rasend schnell und schon neigt sich unser Auslandssemster tatsächlich dem Ende zu. Die kommende Woche ist die letzte "richtige" Woche in Vilnius. Nächsten Sonntag kommt dann auch schon mein Bruder, mit dem wir dann noch 10 Tage lang Vilnius, Litauen und Lettland unsicher machen werden. Und am 27. Juni ist es dann wirklich soweit. Während Flo direkt nach Zürich fliegt, weil ja am 30. Juni unser Sommerjob losgeht, flieg ich mit meinem Brunder gemeinsam nach München und gönn mir ein paar Tage zu Hause mit meiner Family und meinen Freunden bevor ich dann erst am 2. Juli nach Vbg zisch. Ansonsten gibts net wirklich viel zu erzählen. Prüfungen haben wir alle sehr problemlos absolviert. Seit mehr als einer Woche widmen wir uns jetzt intensivst der Poolbar - wo wir ja auch heuer wieder im Sommer arbeiten werden - weil da ist echt sehr viel zu machen und das ist leider alles gar net soo einfach...aber nun gut...werden wir auch noch schaffen ;) Im Studentenheim gehts zur Zeit ziemlich rund. Fast täglich wird gefeiert, weil laufend Leute nach Hause fahren. Artur unser polnischer Nachbar ist jetzt auch schon seit einer Woche weg...schon komisch. Tja, wie ihr seht, es geht uns gut und wir werden unsere letzten Tage in Vilnius so richtig genießen und natürlich auch noch die bevorstehende Reise, auf die wir uns schon sehr freuen, weil es wohl der einzige "Urlaub" im heurigen Sommer sein wird. Bussi an alle, Kerstin May 17 Litauens Küste ist manchmal zum Kotzen (Flo)Endlich gibts wieder News aus Litauen. Kerstin und ich befinden uns gerade mitten im Lern- und Arbeitsstress. Doch nächste Woche ist es geschafft, und das Semester an der VGTU ist so gut wie beendet. In der Zwischenzeit haben wir es endlich an die litauische Küste geschafft! Die VGTU organisierte für uns einen Trip zur Hafenstadt Klaipėda und den kleinen Ortschaften Šventoji und Palanga; und zwar gratis! Als erstes ging es Richtung Klaipėda, wo wir bei einer Stadtführung teilnahmen. Die Altstadt dort ist ziemlich klein, aber ganz nett. Besonders schön sind die deutschen Fachwerkbauten. Dann ging es für uns das erste mal auf die Kurische Nehrung! Mit der Fähre fuhren wir auf diese kilometerlange, langgezogene Sandinsel, wo wir eine Delphinshow besuchten. Dorthin verschlägt es uns im Juni sicher wieder! Anschließend fuhren wir Richtung Šventoji, wo für uns ein Hotel gebucht war. Auf dem Weg dorthin statteten wir dem HBH einen Besuch. Das ist ein für Touristen errichtetes Gelände, wo man in mehreren Restaurants sehr gute litauische Küche essen kann. Nachdem wir uns dort den Bauch vollgeschlagen hatten, gings endgültig weiter nach Šventoji. Um halb 7 kamen wir dort an, die Sonne stand tief, und wir wussten, dass wir in der Nähe der Küste sind. Kaum hatten wir eingecheckt, rasten wir auch schon zum Strand und wurden Zeugen eines wunderbaren Sonnenuntergangs... Anschließend wurde von allen Mitgereisten der nächstbeste Laden gestürmt, um sich für die anschließende Erasmus-Party einzudecken. Die Feier fiel sehr gemäßigt aus, wussten wir doch, dass es am nächsten Morgen weiter nach Palanga geht. In diesem Touristenort besuchten wir das Bernsteinmuseum, das sich in einem herrlichen Park befindet. Auch in Palanga gibts eine wunderschöne Küste, kein Wunder dass diese Stadt im Sommer von Touristen überrannt wird! Um zwei Uhr nachmittags fuhr der Bus schon wieder zurück nach Vilnius, doch davor wollten wir noch was essen gehen. So geschehen in irgendeinem Lokal auf der Touristenmeile von Palanga. Das Essen war teuer und hatte leider Nebenwirkungen: Auf der Busfahrt zurück nach Vilnius bekam ich ein immer stärker werdendes, flaues Gefühl im Magen. Kaum zuhause angekommen, gings mir richtig schlecht. Solange, bis ich das Essen nicht mehr halten konnte: Lebensmittelvergiftung! Das Lokal in Palanga hatte uns verdorbene Ware vorgesetzt! Auch zwei Kommilitonen, die im selben Restaurant gegessen hatten, war übel. Naja, dann werd ich wohl die nächsten zwei Tage im Bett bleiben und mich auskurieren, dachte ich. Und tatsächlich, am Morgen darauf gings dem Magen schon besser. Doch plötzlich kamen Schmerzen in der rechten Schulter auf. Und zu Mittag machte sich auch der Magen wieder bemerkbar. Eine Recherche im Internet führte aufgrund der Symptome zu folgender Diagnose: Gallenkolik... Kein Grund zur Panik, dachte ich. Ich weiß, wie sich ne Kolik anfühlt, und dafür waren die Schmerzen zu gering. Als sie dann am nächsten Tag dann nicht nachließen, entschied ich mich für die Sicherheitsvariante und ließ mich in der Baltisch-Amerikanischen Klinik hier in der Nähe checken. Schlussendlich verwandelte sich die befürchtete Gallenkolik in eine verkühlte Schulter und einen überreizten Magen. Die Untersuchung hat zwar einiges gekostet, aber das wars mir Wert. Ein paar verschriebene Pillen brachten am nächsten Tag sofort Besserung. Was blieb war der Ärger über das Lokal in Palanga. In Vilnius kommt verdorbenes Essen in den Restaurants eher selten vor. Unseren Favoriten haben Kerstin und ich bereits auserkoren: Das "Forto Dvaras" ist jedem Litauen-Besucher zu empfehlen! Es bietet traditionelle Küche zu super Preisen. Das durfte auch Jürgen erleben, der uns auf seinem Baltikum-Trip besucht hat. Dazu gibt es demnächst einen weiteren Blog... April 23 Auf großer Reise - Teil 3 (Kerstin)So, nachdem ich angefangen hab, hör ich auch auf mit der Story.... also, wo waren wir stehngeblieben??? Achja...gut...da waren wir also am Weg nach Stockholm. Mit einer Verspätung von ungefähr 30 Minuten haben wir dann auch schlussendlich Finnland den Rücken gekehrt und sind Richtung Schweden gedüst. War ein äußerst kurzer Flug, dauert nur eine knappe Stunde. In Stockholm angekommen, sind wir dann auch gleich mit dem Flughafenbus in die Stadt gefahren. War echt angenehm, nicht zu voll und auch net so teuer für schwedische Verhälntisse. Nochdazu hat der Bus in der Nähe unseres Hostels angehalten. Gut für uns! Allerdings war es ja schon finster und wir hatten natürlich auch net wirklich den Durchblick wohin wir jetzt genau müssen. Aber die Schweden sind ja ein sehr hilfsbereites Völkchen...und nachdem wir zwar mit Stadtplan aber ohne Plan blöd herumgestanden sind und versucht haben, den richtigen Weg zu finden, hat uns auch gleich ein netter Herr gefragt, ob wir Hilfe brauchen und was wir denn suchen würden. Tja, und dann wussten auch wir, wie man ans Ziel kommt :) Unsere Unterkunft war echt ok...neue Zimmer, Flachbildschirm zum Fernsehen und gratis Internetsurfen im Zimmer...also echt cool...aber dementsprechend teuer war der Spaß dann auch...und beim Einchecken hatte man nicht das Gefühl "herzlich" willkommen zu sein...aber na gut...als Student erwartet man das ja auch nicht ;) Wir sind dann eh relativ schnell mal ins Bett gegangen, schließlich war es ja schon fast 0.30 bis wir endlich angekommen waren. Am nächsten Morgen führte uns unser erster Weg zum U-Bahn Infobüro wo wir uns gleich mal eine 24-Stunden Stockholm-Card besorgt haben, die wir dann auch gleich mal ausgenützt haben. Haben noch kurz im Supermarkt Getränke gekauft und los gings. U-Bahn-Fahren in Stockholm ist echt ein Erlebnis, das kann ich euch sagen. Es gibt dort nämlich das Projekt "Kunst in der Metro" (freie Übersetzung aus dem Englischen von meinereiner) und das wiederum heißt, dass die meisten U-Bahn-Stationen von verschiedenen Künstlern gestaltet worden sind - künstlerisch versteht sich...weil normalerweise schauen diese Stationen ja alle gleich aus...in diesem Fall ist man schon während der Fahrt gespannt, was einen erwarten wird wenn man aussteigt. Nun gut...unser erster Programmpunkt auf unserer Stockholm-Intensiv-Tour (wir hatten ja nur einen Tag zur Verfügung) war eine Stadtrundfahrt mit dem Bus - wie es sich für echte Touristen gehört. Wir hatten ja schon in Helsinki festgestellt, dass das die bequemste Art und Weise ist, schnell und ohne großen Aufwand die wichtigsten Sehenswürdigkeiten einer Stadt kennenzulernen und dazu auch noch Informationen auf Deutsch geliefert zu bekommen. Die Tour hat ungefähr 1,5 Stunden gedauert und war natürlich, wie erwartet, sehr informativ. Wir hatten wieder einmal echt Glück, weil eigentlich war für diesen Tag Regen in Stockholm angesagt, doch es gab wunderschönsten Sonnenschein (tja, wenn sich schon kein Treffen mit dem Stefan ausgegangen ist, dann war das wohl der "Ausgleich"). Nach der Rundfahrt mit dem Bus, sind wir dann auf die Insel Djurgarden gefahren (Stockholm besteht ja aus extrem vielen verschiedenen Inseln, die alle irgendwie miteinander verbunden sind). Dort befinden sich einige Museen, unter anderem auch ein großes Freilichtmuseums-Areal, doch leider hatten wir nicht so viel Zeit, dass sich das ausgegangen wäre. Auch ein Vergnügungspark ist dort...doch wie auch bei einigen anderen Attraktionen musst wir feststellen, dass diese nur in der Hauptsaison (also ab Mai oder Juni) geöffnet sind. Wir haben uns dann fürs Aquarium entschieden. War klein, aber sehr nett und liebevoll gestaltet. Nachdem wir dann noch etwas Zeit hatten, bis wir zu unserem nächten Fixpunkt - einer Rundfahrt mit dem Boot - mussten, sind wir dann noch ins Vasa-Museum gegangen. Für alle, die jetzt sofort an Käckebrot denken: Nein, das hat nix damit zu tun...das schreibt man auch mit W und net mit V, obwohl, man könnte das Schiff Vasa auch auf Deutsch schreiben, dann wärs ja Wasa....hmmm...na gut, aber lassen wir das und kommen zum eigentlichen Thema zurück. Die Wasa war ein riesiges Kriegsschiff, dass die Schweden vor laaaaaaaaaaaanger Zeit gebaut haben. Tja, und nicht nur wegen ihrer Größe ist sie so berühmt, nein, sondern auch weill sie gerade mal 20 Minuten vor Stockholm im Wasser herumgeschippert ist, bevor sie Schlagseite bekommen hat und - blubb blubb - untergegangen ist. Irgendwann hat man dann das Wrack am Meeresgrund entdeckt und beschlossen, mit unglaublich aufwändigen Methoden (für die damalige Zeit zumindest) die Bergung zu starten. Heute steht die restaurierte Wasa in einem eigens für sie gebauten Museum. Wir haben zwar die Geschichte der Wasa schon bei unserer Bustour gehört gehabt, aber das hatten wir beide nicht erwartet: Einfach Wahnsinn! Also, da geht man durch 4 (!!!!) Türen - damit die Luftfeuchtigkeit und -temperatur immer gleich bleibt - und dann steht man direkt davor....wow...Fluch der Karibik im Kino is ja nix dagegen!!!! Ich war total baff! Unglaublich (man merkt, ich bin noch immer schwer beeindruckt!); werde zwar ein paar Bilder hochladen, leider sind sie sehr dunkel, weils auch in dem Museum seeehr dunkel ist. Man kann auch nicht aufs Schiff rauf - da wäre die Gefahr von Schäden viel zu groß, aber auf den 6 Etagen kann man sehr viel über die Wasa erfahren: Warum sie gesunken ist, wie sie gebaut wurde, wie das Leben auf dem Schiff ist - oder besser: gewesen sein hätte können, wie sie geborgen wurde, wie die Leute ausgesehen haben, die damals dadaurch umgekommen sind (Knochen wurden gefunden und Gesichter anhand von Schädelknochen nachgebildet!!!!) usw. Also, echt empfehlenswert, wenn ihr mal nach Stockholm kommt!!!!! Danach haben wir nochmal eine Runde mit dem Boot um die Insel Djurgarden gemacht, auch supertoll - siehe Bilder! - und sind ein bisschen durch die Altstadt von Stockholm spaziert...echt wunderschöne kleine Gassen.... Anschließend hab ich dann noch den Flo glücklich gemacht ;) (keine Sorge, jetzt kommt nix Unanständiges) Wir sind zu den Fußballstadien gefahren. Das eine liegt direkt in der Stadt und hat auch mir sehr gut gefallen, es ist nämlich komplett aus Backsteinen gebaut - echt sehenswert, auch für Nicht-Fussballfans. Das zweite, modernere liegt etwas weiter weg, von der Innenstadt. Wir habens zwar gleich gefunden, aber leider gab es keine Möglichkeit, in das Stadion hineinzukommen. Also musst Flo nur mit einem Bild von außen Vorlieb nehmen. Dann hat uns der Hunger gepackt und wir machten uns auf die Suche nach einem typisch schwedischen Lokal. Unser deutscher Nachbar Martin war so lieb und hat uns seinen Stockholm-Reiseführer geliehen, und in dem haben wir dann nachgeschaut. Die ersten Lokale in der Gegend, in der wir grad waren, waren allerdings sauteuer. Schlussendlich sind wir dann mit der U-Bahn in einen anderen Stadtteil gefahren und waren dort echt superlecker und wirklich günstig original schwedisch essen. Ich habs mit natürlich nicht nehmen lassen Köttbullar (also Fleischbällchen) mit gepressten Kartoffeln, einer leckeren Rahmsoße und Preiselbeeren zu essen. Das war sooooooooooo lecker...hmmm, da bekomm ich gleich wieder Hunger! Danach war ich echt voll...allerdings musst ich ja quasi nochmal zuschlagen- weil da war diese herrliche schwedische Schoko-Mandeltorte auf der Karte..... Tja, und so um 10 sind wir dann heim "gerollt". Gottseidank hab ich dann nochmal die Tickets für den nächsten Tag angeschaut, weil ich dann draufgekommen bin, dass der Flug von einem ganz anderen Flughafen geht, als wir gedacht haben. Doch auch dorthin ist ein Flughafenbus gefahren... Also sind wir am Freitag, den 13. dann sehr früh aufgestanden (7.30 ist für Studenten wirklich früh) und sind zum Busbahnhof und von dort 140 km in den Südwesten gefahren, zum Flughafen Stockholm-Skavsta. Tja, wer schon mal mit der Ryanair nach London-Stanstead geflogen ist, der weiss, daß der Zusatz "London" nicht heisst, dass man direkt in der Stadt ist...oder auch nur in der Nähe davon...und so ist es auch in Stockholm....aber gut. Wir waren dann rechtzeitig am Flughafen und sind wiederum mit Verspätung bei herrlichstem Wetter nach Kaunas geflogen. Kaunas liegt ungefähr 2 Studen mit dem Zug von Vilnius entfernt und hat einen Mini-Flughafen...naja, für die Ryanair reichts ;) Allerdings waren Flo und ich ziemlich überracht, dass der Flieger direkt nach der Landung auf der Landebahn umgedreht hat, um zur Ankuftshalle zu fahren. War echt merkwürdig und ich hatte das vorher noch nie erlebt...aber hauptsache gut gelandet und alles klar. Und dann haben wir wieder sehr schnell gemerkt, dass wir wieder in Litauen sind! Vor dem Flughafen stand dann genau 1 normaler Linienbus für alle ankommenden Passagiere, die ins Zentrum wollten. Natürlich alle mit Gepäck usw. Also zuerst mal ewig anstehen. und nachdem ca. 2/3 drinnen waren, hatte der Fahrer kein Wechselgeld mehr (als ob die Ryanair zum ersten Mal in Kaunas angekommen wäre.....). Also ist der Rest dann gratis mitgefahren, und da es sich dabei um einen normalen Linienbus handelt und der Flughafen 11 km ausserhalb von Kaunas liegt, gibts da natürlich noch viele Haltestellen auf dem Weg ins Zetrum, wo auch noch viele andere Leute mitwollten. Nach einer für mich eeeeeewigen und sehr heißen Fahrt sind wir dann beim Bahnhof angekommen und schlussendlich nach unserer ersten Zugfahrt hier in Litauen (auch sehr interessant) völlig erschöpft in Vilnius angekommen. So, das war der sehr auführliche Bericht über unsere Reise. Der nächste Bericht wird nicht lange auf sich warten lassen, waren ja gestern und heute am Meer!!!!! Viel Spaß beim Fotos schauen. PS: Vielen Dank an ALLE für die lieben Geburtstags-Glückwünsche per Email, SMS oder übers StudiVZ! Hab mich über jeden einzelnen riesig gefreut! April 17 Auf großer Reise - Teil 2 (Flo)Nun bin auch mal wieder am Wort, und mach gleich da weiter, wo die Kerstin aufgehört hat: Die Billigfähren nach Helsinki waren also voll, und wir mussten schließlich die Nordic Jet Line nehmen. Halb so lang unterwegs, doppelt so teuer. Also haben fast 40 Euro den Besitzer gewechselt, und dann gings auch schon Richtung Helsinki. Die Fähre bot doch etwas mehr Komfort, nach eineinhalb Stunden kamen wir schon in Finnland an. Die ersten Eindrücke gefielen uns: Helsinki liegt auf einer Art Halbinsel mit vielen Buchten, und dazwischen gibt es dutzende kleine, felsige Inseln. Sieht toll aus, für einen Schiffskapitän ist sowas wohl eine ziemliche Herausforderung. In Helsinki angekommen, suchten wir sofort unsere Jugendherberge auf, die gerade mal ein paar hundert Meter von unserer Anlegestelle entfernt lag. Nachdem wir im Hostel eingecheckt und unsere Helsinki-Card erhalten hatten, wurden gleich mal die Öffis unsicher gemacht. Nach eineinhalb Stunden Rumfahrerei hatten wir schon ein bisschen von der Stadt gesehen und wussten schon ungefähr, was für den nächsten Tag auf dem Plan stehen würde. Kerstin überkam vor dem Betthupferl noch der Hunger, weshalb wir noch den Stadin Kebap aufsuchten, der uns mit einer typisch finnischen Variante des Döners überraschte! Dienstag: Die Helsinki-Card beinhaltete eine Gratis-Fahrt mit einem Sightseeing-Bus, was wir natürlich sofort ausgenutzt haben, und eine schöne Tour zu den wichtigsten Orten der Stadt machten. Sehr interessant, und das Wetter hat super mitgespielt. Am Nachmittag gings mit der U-Bahn (in Helsinki gibts nur eine einzige Linie) auf die Insel Korkeasaari, wo wir den städtischen Zoo besuchten. Beinahe 3 Stunden verbrachten wir dort, um nicht nur die Tiere selbst, sondern auch deren Paarungsverhalten zu beobachten... Anschließend zwang ich Kerstin, mit mir zum Olympiastadion zu fahren, dessen Besuch für mich als begeisterter Sport- und Stadienfan natürlich Pflicht war. Dort gibt es den sogenannten Stadionturm, ein 72 Meter hohes Konstrukt, dessen Sinnhaftigkeit heute wie damals (Baujahr 52 oder so) bezweifelt werden darf. Nichtsdestotrotz kann eine Fahrt mit dem Fahrstuhl zur Spitze des Turmes empfohlen werden, da man von dort einen herrlichen Blick auf die Stadt genießen kann. Neben dem Olympiastadion steht noch die Finnair-Arena, die zwar klein, aber dafür sehr fein ist. Für die Innenbilder mussten wir uns durch den Hintereingang schmuggeln, doch der Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt. Am Abend wollten wir typisch finnische Küche speisen, aber: gibts net wirklich! So landeten wir halt beim Mexikaner. War gut, billig, und ach ja: bei uns völlig unbekannt: mit Selbstbedienung. War übrigens auch in Estland so, wo im Gegensatz zu Finnland das Gastronomiepersonal äußerst unfreundlich auftritt. Von Service keine Spur... Am Mittwoch fuhren wir nochmals gemütlich mit der Straßenbahn durch die Stadt, um noch ein paar schöne Fotos von den tollen Plätzen Helsinkis zu machen (siehe Fotos). Den Rest des Tages verbrachten wir mit Bummeln und landeten dabei auch im weltberühmten Stockmann-Kaufhaus. Gegen Nachmittag gings dann auch schon wieder Richtung Flughafen, um unsere nächste Station, Stockholm, anzuvisieren. Es wird wohl ein dritter Teil folgen...
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